Pressespiegel

Neue Zähne für die Mühle für das große Bremsrad

Reparaturarbeiten

Fleißige Mühlenbauer aus Holland bei der Arbeit – hier zeigt Huub aus Lochem den Rohling eines Zahnes für das große Bremsrad auf der Flügelwelle der Mühle in Götzberg. Die Zähne mussten erneuert werden, sie passten nicht mehr zu dem neuen Bunkelrad, das auf die Spitze der Königswelle montiert worden ist.
Das Bremsrad, erklärt Frank Kabel vom Verein Götzberger Windmühle e.V., hat eine Doppelfunktion. An seiner Außenseite sitzen die Bremsbacken mit denen die Flügelwelle und damit die Flügel zum Stehen gebracht werden können. An seiner Stirnseite sitzen 64 Zähne die in die Zähne des Bunkelrads greifen und somit die Königswelle antreiben. Die neuen Zähne sind aus Weißbuche. In der Werkstatt in Holland wurden die Rohlinge gefertigt. Die mussten dann in das alte Bremsrad eingepasst und verkeilt werden. In aufwändiger Handarbeit haben sie dann Stück für Stück ihre endgültige Form bekommen.
Was wurde noch getan und wie geht es weiter? Das Lager der Flügelwelle wurde erneuert, die Welle mit Gewichten beschwert, das Wetterhaus geändert, der Katzenstein höher gesetzt und viele andere Dinge mehr.
Warum ist das so?
Einerseits sind wir ja noch in der Phase 1, so Kabel, restaurieren bis wir wieder mahlen können. Andererseits sind wir schon in Phase 2, dem laufenden Betrieb. Wir lassen natürlich zur Freude aller Mühlenfans die Flügel drehen, wann immer genug Wind ist. Dadurch haben wir die Lager- und Gewichtsprobleme erkannt. Darüber hinaus kommt der normale Schrumpfungsprozess der dicken Eichenbalken der neuen Kappe zum Tragen. Die Flügel stießen an die Ecken des Mühlenrumpfes.
Spannend wird es für alle voraussichtlich in zwei Wochen. Dann soll zum ersten Mal der Versuch unternommen werden, mit der alten Dame aus Getreide Mehl zu machen. „Dat geit“ meint der Senior Chef der Mühle, er hat vollstes Vertrauen in die alte Technik. Für den Vorstand und alle Mitglieder wäre das, so Wolfgang Sievers, Vorsitzender des Vereins, ein denkwürdiges Ereignis. Dann ist das erste große Ziel des Vereins nach mehr als vier Jahren Arbeit erreicht!

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