Entdecken Sie die Mühle

Die Mühle

Die Götzberger Windmühle steht seit vielen Jahren als prägendes Bauwerk in der Region und verbindet Technik, Handwerk und Geschichte auf besondere Weise. Sie erzählt von früheren Arbeitsweisen, von technischen Lösungen vergangener Zeiten und vom Wandel ihrer Nutzung über Generationen hinweg. Als historisches Objekt bietet sie nicht nur architektonische Besonderheiten, sondern auch spannende Einblicke in die Entwicklung der Mühlentechnik.

Rund um die Windmühle lassen sich zahlreiche Details entdecken, von konstruktiven Merkmalen über technische Abläufe bis hin zu dokumentierten Veränderungen im Laufe der Jahre. Historische Daten, wichtige Ereignisse und frühere Besitzverhältnisse zeichnen ein lebendiges Bild ihrer Entwicklung.

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Tauchen Sie ein in ausgewählte historische Momente der Götzberger Windmühle. Die Aufnahmen dokumentieren unterschiedliche Zeitabschnitte, besondere Ereignisse und die Entwicklung der Mühle über viele Jahre…

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Die Technik

Wie funktioniert eine historische Windmühle eigentlich? In diesem Bereich wird der technische Aufbau der Götzberger Windmühle anschaulich dargestellt. Gezeigt werden der originale Längs- und Querschnitt…

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Funktionen einer Windmühle kennen lernen

Die Technik

Wie funktioniert eine historische Windmühle eigentlich? In diesem Bereich wird der technische Aufbau der Götzberger Windmühle anschaulich dargestellt. Gezeigt werden der originale Längs- und Querschnitt des Gebäudes sowie die wichtigsten konstruktiven Elemente. Darüber hinaus wird der Ablauf des Mahlvorgangs vom Korn bis zum fertigen Mehl verständlich erklärt. Ergänzend dazu finden sich Übersichten und Erläuterungen zu ausgewählten, bedeutenden Mühlenbauteilen.

Eine kurze Sammlung technischer Daten zur Götzberger Windmühle finden Sie hier.

Die Etagen, genannt Böden im Querschnitt

Die Etagen, genannt Böden im Querschnitt

Die Etagen einer Windmühle werden traditionell als „Böden“ bezeichnet. Jede Ebene hat dabei eine eigene Aufgabe im technischen Ablauf. Vom unteren Arbeits- und Lagerbereich bis zu den oberen Antriebs- und Getriebeteilen ist die Mühle funktional aufgebaut.

In den mittleren Böden befanden sich die Mahlgänge und Maschinen, während in den oberen Ebenen die Kraftübertragung von den Flügeln über Wellen und Zahnräder gesteuert wurde. Der mehrstöckige Aufbau ermöglichte einen abgestimmten Arbeitsprozess vom Antrieb bis zum fertigen Mahlgut.

Wesentliche Bauteile im Längsschnitt

Wesentliche Bauteile im Längsschnitt

Der Längsschnitt einer Windmühle zeigt die wichtigsten Bauteile und ihre technische Verbindung vom Flügelkreuz bis zur Mahltechnik. Sichtbar werden dabei unter anderem die Hauptwelle, das Getriebe, die Kraftübertragung sowie die angeordneten Arbeitsbereiche. So lässt sich nachvollziehen, wie die Windenergie Schritt für Schritt in nutzbare Antriebskraft umgewandelt wird.

Vom Korn zum Mehl

Vom Korn zum Mehl

In der Götzberger Mühle wurde ursprünglich hautsächlich geschrotet. Weizen und Gerste wurden zu Futtermittel verarbeitet, Roggen hauptsächlich zu Backschrot für die Herstellung von Schwarzbrot. Das nachfolgende Ablaufdiagramm erklärt die Arbeitsstufen der Mühle vom Korn zum Mehl oder Schrot. Es gibt drei verschiedene Mahlgänge 1-3, unterschiedlich angewendet für die gewünschten Endprodukte. Am Beispiel des Mahlgangs 2 wird der konkrete Ablauf mit Hilfe von vier roten Punkten beschrieben.

Unter den jeweiligen Nummern können Sie erfahren, was beim jeweiligen Schritt passiert. Bei dem Mahlgang 2 wird feines Mehl hergestellt, in Verbindung mit dem nachgeschalteten Ascania-Sichter, eine Art Sieb. Der dargestellte Quetschstuhl bei Mahlgang 1 dient übrigens zur Herstellung von Haferflocken. Und mit der Mischmaschine kann der Müller verschiedene Sorten Getreide und Schrot zum Beispiel zu Hühnerfutter herstellen.

Mühlstein=Mahlstein

Mühlstein=Mahlstein

Ein Mühlstein oder auch Mahlstein genannt, hat ungefähr einen Durchmesser von 1,50 m. In einem Mahlgang befinden zwei solcher Mühlsteine und er besteht aus einem unten liegenden feststehenden Bodenstein und einem darauf drehenden Läuferstein. Durch die Drehung des Läufersteines wird das dazwischenliegende Getreide bei ca. 80 Umdrehungen pro Minute gemahlen. Für den Mahlvorgang des Schrotens benutzt die Götzberger Mühle zwei Kunststeine, bestehend aus mit Magnesiumschlempe gebundenem Schmirgel.

Für die Mehlherstellung kommt hingegen der sogenannte „Franzose“, ein aus Süßwasserquarz bestehender Naturstein zum Einsatz, der aus jeweils vier Segmenten zusammengesetzt ist.

Elevator (Becherwerk)

Elevator (Becherwerk)

Mittels des Elevators wird das Getreide vom Vorratsbehälter im Keller nach oben auf den Stirnradboden gefördert und dort in den Trichter oberhalb des Mahlgangs ausgeschüttet.

Rüttelschuh

Rüttelschuh

Am Ende des Trichters gelangt das Getreide in den Rüttelschuh. Er leitet die Getreidekörner zu den Mühlsteinen, zwischen denen die Zerkleinerungsarbeit erfolgt.

Der Vierschlag (viereckiges Eisen) dient zum Bewegen des Rüttelschuhs. Er erzeugt auch das bekannte Klappergeräusch in der Mühle, das wir aus dem Kinderlied „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ kennen.

Eine Historische Eigentümergeschichte

Die Chronik

Chronik ist für uns Vergangenheit, gelebte Gegenwart und hoffnungsvolle Zukunft. 1877 erbaut und bereits 2 Jahre später von der Müllerfamilie Schlüter übernommen, hatte die Mühle eine konstante Eigentümergeschichte und eine abwechslungsreiche technische Weiterentwicklung. Das große Mühlensterben seit Einführung der industriell arbeitenden Großmühlen ist ihr erspart geblieben. Ab 2004 nach erneutem Bruch eines Flügels begann der Verein die Restaurierung. Heute ist der dauerhafte funktionsfähige Erhalt gesichert, die Mühle ein anerkannter außerschulischer Lernort und alljährig Treffpunkt bei Veranstaltungen. Die Hoffnung besteht, dass sie noch viele Jahre als lebendiges Kulturgut erhalten bleibt, denn sie ist die letzte funktionsfähige Windmühle im Kreis Segeberg.

2019

Dachsanierung

Der Rumpf der Mühle benötigte neue Pappschindeln, es gab sichtbaren Durchfeuchtungen. Die Restaurierungsarbeiten waren umfangreicher als erwartet. Ständer auf einer Länge von 2 Meter mussten komplett ausgetauscht, sowie 2 andere Flächen von auch jeweils 2 Meter Länge durch 10 cm starke Bohlen verstärkt werden.

2013

Bekämpfung von Holzschädlingen

Im Sommer wurde notwendigerweise der Holzwurm bekämpft. Die Firma S & A Schädlingsbekämpfung hat dazu den Mühlenrumpf komplett einkleidet. Mit 2 Heißluftgebläsen wurde die Mühle aufgeheizt, so dass dem Holzwurm keine Chance mehr gelassen wurde.

2007-2008

Restaurierung

Am 24.04.2008 schlägt die Stunde der Emotionen, an der Mühle drehen sich nach 4 Jahren Renovierungszeit wieder Flügel im Wind.

2005

2005

2005 Ehrenamtliche Helferinnen backen Buchweizentorten für das erste Mühlenfest am Pfingstmontag in der Küche der Familie Schlüter. Jeder Euro/Einnahme zählt für die Restaurierung der Flügel.

2004-2005

Sturmschaden und Demontage

Die Mühle erleidet am 20.03.04 erneut einen Sturmschaden, ein Flügel bricht ab. Familie Schlüter hatte sich entschieden ihre Windmühle zu erhalten, was jedoch mit untragbar hohen Kosten verbunden war. Daher wurde der Verein am 14.06.2004 ins Leben gerufen mit dem Ziel die Mühle zu restaurieren und zu erhalten.

1935

1935

1935 übernahm Johannes Schlüters Sohn Max den Betrieb, der Name steht heute noch Pate auf den Mehltüten. 1939 wurde von ihm der Unterbau erneuert, er ist bis heute unverändert. 1965 wurde Max Schlüters Sohn Klaus Johannes (siehe Bild), Eigentümer der Mühle. In seiner Zeit im Jahre 1974 wurde die Mühle unter Denkmalschutz gestellt. Seit 2001 ist dessen Sohn Klaus Schlüter Betriebsinhaber.

1901

1901

1901 hat Marx Schlüter die Mühle an seine Sohn Johannes abgeben. Unter seiner Regie wurde 1905 der Steert abgebaut und durch eine Windrose mit eisernem Getriebe ersetzt. Dies war für den Müller eine große Arbeitserleichterung, da sich das Flügelkreuz nunmehr selbständig in den Wind drehte.

1879

1879

1879 hat Marx Schlüter die Mühle erworben. Ca. 1895 wurde von ihm der die Mühle umgebende Erdwall (deshalb die Bezeichnung „Erdholländer“) abgetragen und durch ein erstes Gebäude mit begehbarem Flachdach (Unterbau) ersetzt. Aus dem „Erdholländer“ wurde ein sogenannter „Unterbauter Holländer“.

1877

Der Urzustand

1877 wurde die Götzberger Windmühle vom Wakendorfer Zimmermann Hans Heinrich Möller auf der höchsten Erhebung (70 m über NN) erbaut. Ursprünglich war die Mühle als „Erdholländer“ konzipiert und mit einem Steert ausgerüstet, mit dessen Hilfe die aufgesetzte Haube samt Flügelkreuz per Handwinde in den Wind gedreht wurde – daher der Name „Steertmühle“.

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Im Frühjahr wird die Mühle entstaubt und aus dem Winterschlaf geholt, im Herbst nach den vielen Führungen wieder geputzt.
Außerdem brauchen wir tatkräftige Unterstützung bei der Ausrichtung der Mühlenfeste, z.B. beim Kuchenspenden oder Kaffeeverkauf zugunsten der Mühle. Hilfsbereite melden sich bitte bei Henry Petersen unter: Telefon: 04193 / 91151

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