Pressemitteilung Nr. 26 Verein Götzberger Windmühle e.V.


5.000 Euro für die Mühle
oder
Doppelte Freude

Doppelten Grund zur Freude hatte Wolfgang Sievers, Vorsitzender des Vereins Götzberger Windmühle e.V.: 5.000 Euro stiftet die Hamburger Körber-Stiftung für die Restaurierung und Reparatur der beschädigten historischen Windmühle im Henstedt-Ulzburger Ortsteil Götzberg. Was hat die große deutsche Privatstiftung nach langer Überlegung bewogen für dieses Projekt zu spenden?
Am 1.4.1963 begann Sievers seine Lehre zum Industriekaufmann bei den Bergedorfer Hauni-Werken. Alleiniger Inhaber war Dr. Kurt A. Körber, der bereits 1959 seine erste Stiftung gegründet hatte der viele andere folgen sollten. Unzählige Initiativen, Ideen und Projekte startete der rastlose Ingenieur, sein Mäzenatentum honorierte schließlich Hamburg mit der Ehrenbürgerschaft. Körbers Leitspruch: Ich bin mehr ein Anstifter als ein Stifter brachte er auch für seine Mitarbeiter in der Stiftungssatzung zum Ausdruck: Engagiert sich einer meiner Mitarbeiter in der Freizeit für ein gemeinnütziges Projekt, so kann er mit einer maximalen Unterstützung von 5.000 DM rechnen.
Daran erinnerte sich Sievers, der sich nach nunmehr 42 Jahren Tätigkeit für den Konzern in der Alterteilzeit befindet. Ein Anruf bei der Stiftung brachte allerdings die Ernüchterung: Nach dem Reglement gilt dieses nur für Vollzeitbeschäftigte, da können wir für Sie nichts mehr tun.
Ich hatte das große Glück, mehr als 25 Jahre in der Nähe zu diesem außergewöhnlichen Menschen arbeiten zu dürfen, das hat mich in vieler Hinsicht geprägt gibt Sievers gerne zu. Engagement für Gemeinnütziges, ehrenamtlich arbeiten, immer nach neuen Möglichkeiten suchen und nie aufgeben habe abgefärbt. Also wurde eine Mail an den Vorstandsvorsitzenden der Körber-Stiftung geschrieben. Kernaussage : Bei der Festlegung der Statuten der Stiftung gab es noch keine Altersteilzeit oder andere Vorruhestandsmöglichkeiten. Die heutige Gesellschaft kann aber auf diese potentielle ehrenamtliche Mitarbeit nicht verzichten, warum es also nicht fördern?
Die Antwort kam telefonisch - das Reglement wurde geändert - bitte reichen Sie Ihre Unterlagen bei uns ein. Diese müssen den Vorstand überzeugt haben, es wird die maximale Förderung in Höhe von 5.000 Euro aus dem "Fonds für gemeinnütziges Engagement" der Körber-Stiftung überwiesen. Dieser Fonds wurde eingerichtet, um außerbetriebliches Engagement von Mitarbeitern der Betriebe der Körber AG zu würdigen und zu unterstützen.

Der Verein Götzberger Windmühle freut sich. Ein weiterer Schritt auf dem Wege zur Restaurierung und langfristigem Erhalt der Mühle ist gemacht. Unsere Enkelkinder müssen nicht eines Tages sagen: das Mehl kommt aus dem Regal bei Aldi.

16.08.2005

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